Sag „Ich sehe einen blinden Fleck“ statt „Du übersiehst etwas“. So bleibt die Beziehung intakt und der Inhalt verhandelbar. Ich-Botschaften reduzieren Beschämung, halten Türen offen und laden zu Co-Kreation ein. Übe, Feedback konkret, situativ und ohne Zuschreibungen über Charakter zu formulieren.
Sätze wie „Ich könnte falsch liegen, helft mir denken“ zeigen Demut ohne Rückzug. Sie markieren Hypothesen, nicht Wahrheiten, und senken Verteidigung. Gleichzeitig entstehen Einladungen, Annahmen zu testen. Notiere Formulierungen, die dir liegen, und nutze sie bewusst bei Risikoentscheidungen.
Unpräziser Dank verpufft. Konkreter Dank benennt Verhalten und Wirkung: „Deine Zusammenfassung reduzierte Verwirrung und sparte fünf Minuten.“ Solche Rückmeldungen verstärken gewünschte Signale, ohne Schuldengefühl aufzubauen. Pflege eine wöchentliche „Wofür sage ich heute Danke?“-Gewohnheit und teile Beispiele sichtbar.
Beschreibe, was du angenommen hast, was passierte und was du jetzt anders machst. Vermeide Schuldzuweisungen, fokussiere Prozesse. Ein kurzes Lernlog im Wochenmeeting setzt Signale: Fehler sind Daten. Bitte andere, Ergänzungen zu teilen. So wird Reflexion ritualisiert, nicht heroisiert.
Ein klarer Satz wie „Mir fehlt hier Erfahrung, wer unterstützt mich dreißig Minuten?“ bricht Schweigen produktiv. Hilfeersuchen wirken ansteckend: Wenn eine Person vorangeht, folgen andere. Erfasst gemeinsam Reaktionen, dankt öffentlich, zeigt Wirkungen. So wird Hilfesuche normal, schneller und wirksamer.
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